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"Künstler des Jahres" - Dänisch
Folkmusik-Preis '09
Unerhört unorthodox!
"Bastard Etno": Der Titel des aktuellen Albums von Afenginn
bringt kurz und knapp auf den Punkt, was darauf während 43
Minuten geboten wird. Die dänisch-finnischen Neutöner
spielen nämlich eine ebenso kuriose wie höchst individuelle
Stil-Mixtur, in der Musikeinflüsse aus dem slawischen Osteuropa
mit Balkan-Rhythmen, Polkas, Punk, Psychobilly, nordischer Folklore,
Rock'n'Roll-Gefühl und Elementen aus Jazz, Klassik oder Klezmer
verschmelzen.
Diesen unorthodoxen, kosmopolitischen, semiakustischen Sound-Sud
zwischen Lebensfreude und Trauerlied, "der eine gewisse Offenheit
für andere Musik voraussetzt" (Crossover-AGM), präsentieren
die 2002 in Kopenhagen gegründeten Afenginn wie im Rausch und
voller Kraft. Mit diesen beiden Hauptworten wird übrigens auch
ihr aus dem Altnordischen stammender Name übersetzt.
Die vierte Studio-CD des federführenden Kim Nyberg und seiner
vier Virtuosen ist übrigens Rück- und Ausblick in Einem.
Sie enthält neben sieben neuen Versionen von Instrumentalstücken
der Tonträger "Retrograd" (2004), "Akrobakkus"
(2006) und "Reptilica Polaris" (2008) auch drei Kompositionen
aus jüngster Zeit. Vielseitig untermauert das in der Besetzung
Klarinette, Geige, Mandoline/Piano, Bass/Gitarren/ Mandoline und
Schlagzeug agierende Ensemble seinen Ruf als Größe in
Europas Weltmusik-Szene. Die Ausnahmestellung der fünf konzerterfahrenen
Klang-Exzentriker, die 2009 bei der Verleihung von Dänemarks
Folkmusik-Preis als "Zeitgenössischer Künstler des
Jahres" ausgezeichnet worden sind, stößt international
ebenfalls auf offene Ohren. "Sie haben", stand in Sing
Out! (USA), "internationales Niveau und klingen absolut verrückt!"
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