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Anita Rahm in www.melodiva.de:
Wenn sich meine Gedanken um das Instrument
Akkordeon bewegen, dann erinnere ich mich an den Roman von E. A.
Proulx: "Das Grüne Akkordeon" Erzählt wird die Geschichte des grünen
Akkordeons, das 1890 in Sizilien gefertigt, mit seinem ersten Besitzer
nach Amerika gelangt. Fast 100 Jahre lang erlebt es eine Odyssee
durch den Kontinent, wird gestohlen, verkauft, verpfändet und verschenkt
und begleitet die Nachfahren verschiedener Einwanderersippen auf
ihrer Suche nach einem besseren Leben. Sollte dieses Buch verfilmt
werden, dann hat meiner Meinung nach Ulrike Dangendorf bereits die
Musik bereits dazu geschrieben.
Die Akkordeonspielerin Ulrike Dangendorf
erlebte zwar keine Odyssee, ist aber auf der Suche nach musikalischen
Ausdrucksmöglichkeiten gerne unterwegs. Und dieses Unterwegs-Sein
spiegelt sich in ihrer Musik wider. Beim Betrachten und Hören der
Titel, wie z. B. "Tanz der Winde", "Der Markt von Recanati", "Fenster
nach Osten", "Ein Klezmer in Paris" wird dieses klar. Ihr Unterwegs-Sein
hinterlässt akustische Spuren, die sie zunächst improvisierenderweise
und danach mit äußerst geschicktem Handwerk des Komponierens zu
einem Kunstwerk werden lässt. Den letzten Schliff bekommen ihre
"kleinen Kunstwerke" beim Dialog mit dem Publikum. ... Ein gelungenes
Gesamtwerk, sehr ausdrucksstark, wehmütig und ergreifend.
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