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Hurdy-Gurdy sind: Stefan Brisland-Ferner (GARMARNA) und Hållbus
Totte Mattsson (HEDNINGARNA)
Stefan schreibt über diese CD: "1990
sah ich ein Foto von Totte’s Drehleier in einem Magazin mit
einem Portrait über Hedningarna. Wir hatten gerade unsere eigene
Band gegründet, Garmarna, und waren intensiv auf der Suche danach,
etwas Attraktiveres zu finden als das traditionelle Line Up von
Fiddle, Gitarre und Banjo. Für einen 16jährigen, der gerade sein
Faible für Folk Music entdeckt hatte, war allein schon der bloße
Anblick dieses Instruments völlig abgefahren. So etwas musste ich
auch haben!
Es kostete mich ein Jahr Suche und Wartezeit, bis sie fertig war,
aber als ich sie endlich in Händen hielt, da funkte es gewaltig.
Ich hatte den zentralen Kern der Musik, die ich machen wollte, gefunden!
Für mich liegt die Attraktivität der schwedischen Drehleier, die
wir benutzen, in ihrer Unvollkommenheit. Sie ist ungehobelt und
unfertig. Sie will alles können, ist aber nicht gut genug um das
auch zu schaffen. Die Schönheit ihrer Musik liegt darin begründet,
dass es so fragil klingt, wenn etwas so Ungehobeltes etwas Wunderschönes
singen möchte.
Die Geschichte des Instruments hat mich nie sonderlich interessiert;
ich bin fasziniert von den Facetten, die es zur heutigen Musik beisteuern
kann. Ihr Klang ist durch nichts zu ersetzen; kein Instrument klingt
so mysteriös und so kraftvoll. Ihr Anspruch, alles zu können, hat
ihr den Ruf eingebracht, ein „mittelalterlicher Synthesizer“ zu
sein. Genau da setzt diese CD an.
Jahrelang haben Totte und ich leidenschaftlich versucht, dieses
eigenwillige Instrument an Orten zum Klingen zu bringen, an denen
es von seiner Natur her eigentlich nichts zu suchen hat. Mit Mikrofonen
– ohne anfänglich zu wissen, wo und wie man die am besten anbringt
– produziert man eine Menge Sounds, die kein Mensch zuvor je gehört
hat, Sounds, die zu Heiterkeitsausbrüchen bei den Proben führen:
„Das Insekt ist wieder wach!“ – Da das nun aber mal unsere Realität
ist, sind wir damit gewachsen, diese zweite Natur unseres Instruments
zu lieben. Eine versteckte, die eine Menge Neues zu bieten hat,
und wir haben sie auf dieser CD bis an die Grenzen ausgelotet.
Die Grundidee des mittelalterlichen Synthesizers wurde leicht mit
einem Update unserer hauseigenen Ideen von einem Synthesizer modernisiert,
mit Aufnahmesessions mit natürlichem Sound und nicht ganz so natürlichem
Sound von unseren Instrumenten und dann in den Mac gefüttert. Alles,
was hier zu hören ist, sind originale Drehleier-Sounds – garantiert.
Für uns repräsentiert diese CD das Ende einer Suche, gleichzeitig
aber auch einen Start. Wir haben die Mittel und Möglichkeiten klar
vor Augen. Diese unsere Welt aus Holz, Natursaiten, Kurbeln und
Laptops sieht ganz klein aus, aber wir sind stolz auf sie, und ihr
seid mehr als willkommen sich ihr anzuschließen.
Stefan Brisland-Ferner, 2005
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