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Jaslyn Hall in the ABC Limelight: „Der Titel der
CD The Waltz of Emptiness And Other Songs on Russian Themes
macht meinen Bericht fast überflüssig, weil er passend die 14 Lieder
auf dem Album charakterisiert. Aber ich freue mich, über diese Künstlerin
zu schreiben und Wörter für eine Stimme zu finden, die edel
und dramatisch ist.
Zulya Kamalova ist aus Tatarstan, zentrales Russland, und begann
mit 9 Jahren russische und tatarische Lieder aufzuführen. Zulya,
die 1991 nach Tasmanien im Süden Australiens übersiedelte,
hat bisher drei Alben veröffentlicht. Das letzte „elusive“ wurde
zum ARIA Weltmusic-Album des Jahres gekürt. Sie könnte leicht das
Abzeichen Weltbürger tragen, denn ihr Repertoire reicht von russischen
Wiegenliedern über brasilianischen Bossa Nova bis hin zu südafrikanischem
Jazz.
Ihre Alben kennzeichnen die traditionellen und ursprünglichen Lieder,
die meist mit erfinderischen Arrangements für eine eklektische Mischung
der Instrumente wie kora, oud, tabla, ghatam, bouzouki und kalimba
sorgen. „The Waltz of Emptiness“, ihr viertes Album, nimmt einen
einfacheren Weg mit ihrer neuen Band und erfasst den Geist und die
Lust der russischen Folklore. Ich bin kein Sänger und habe keine
Ahnung, wie schwierig es ist, auf russisch zu singen, aber die Noten
Zulya’s fallen wie Perlen, die wirbeln und funkeln auf Liedern über
Liebe und Sehnsucht, Zueinandergehören und Verlassen. Es ist ein
faszinierendes Album von einer abenteuerlichen Seele."
www.sound.de: ... hat sich Zulya auch auf ihren dritten
Album "elusive" wieder einen kleinen tatarischen Mikrokosmos
zurechtgezimmert, den wir schon auf ihrem Album Aloukie
bewundern konnten, das im übrigen im Jahr 2000 in Australien
den World Music Award erhielt. Allerdings, und das ist ihr Markenzeichen
schon seit Anbeginn ihrer Plattenveröffentlichungen, zeichnet
sich ihre Musik trotz enger Heimatverbundenheit durch eine großzügige
Miteinbeziehung weltweiter Einflüsse aus.
Hauptmerkmal ist jedoch erst einmal die tatarische Sprache, die
auf jedem Track am augenfälligsten ist. Danach aber kommen
gleich die vielseitig ausgerichteten Arrangements, die man nicht
unbedingt gleich auf Anhieb unter Ethno einsortieren
kann. Begriffe wie Folk-Jazz oder Folk-Pop würden da schon
eher greifen. Nicht zuletzt auch wegen der enormen Bandbreite an
eingesetzten Instrumenten. Balkan-Trompete, afrikanische Kora, arabische
Oud, indische Tablas, australisches Didgeridoo oder Akkordeon
all das gemischt mit einer tatarisch-introvertierten Mentalität
ergibt eine Klang- und Stilvielfalt, die so unaufdringlich wie einfühlsam
und klar ist.
Stimmlich gehört Zulya Kamalova dank ihres weiblich-wohl-temperierten
Organs zu den eher zurückhaltenden Charakteren der Folk-Branche,
was wiederum perfekt zu dem leichtfüßigen Repertoire
passt. Für jede Stimmungslage hat sie stets eine passende Färbung
parat und das kann von fröhlich-beschwingt bis zu liebevoll-mütterlich
reichen. Auch wenn sie hierzulande immer noch eine Art Geheimtipp
darstellt, kann man sie bereits jetzt schon auf eine Stufe mit etablierten
Frauen wie Kari Bremnes oder Cara Dillon stellen.
www.schallplattenmann.de:
"Tatarische Musik, das klingt wirklich anstrengend und eher
ethnologisch interessant als musikalisch. Dass "elusive",
das dritte Album der tatarischen Künstlerin Zulya Kamalova
und ihrem multinationalem Bandprojekt Zulya auch musikalisch zu
überzeugen weiß, mag zum Großteil an ihrer beeindruckend
variablen Stimme liegen, wohl aber auch daran, dass das Album in
Sydney, Australien mit internationalen, vor allem aber australischen
und russischen Musikern aufgenommen wurde. So gesehen spiegelt die
Entstehung des
Albums und ihr Musikstil generell das Aufeinandertreffen von Orient
und Okzident wider, ein Schicksal, dass in gewisser Weise auch symbolhaft
für das tatarische Volk steht. Die "Verwestlichung"
auf dem Album ist also Teil des gewollten Konzepts und eh behutsam
genug, um der Originalität der Musik nicht zu schaden. Wer
mit den
frühen Aufnahmen der Mari Boine oder den ruhigeren Songs der
Farlanders etwas anfangen kann, der wird auch die melancholische
Musik von Zulya mögen."
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